Jeder kennt es, fast jeder hat die Erfahrung bereits selbst gemacht: Im Chatroom entwickelt sich nicht nur das übliche, gute Gespräch mit Freunden, Verwandten und Bekannten.
Inn einem öffentlichen Chat wird Kontaktfreudigkeit nicht mehr erwartet, sie ist ohnehin vorhanden.
Wer chattet, will neue Leute kennen lernen. Und das ist auch gut so!
Menschen, die viele Kontakte haben, sich regelmäßig austauschen oder einfach nur mal tratschen können, sind wahrscheinlich zufriedener und entspannter wenn sie abends zu Bett gehen.
Außerdem erzeugt der Gedanke: “Im Chat gibt es viele Leute, die mich mögen.” ein höheres Selbstbewusstsein.
Die große Liebe
Bereits frustrierte und unausgelastete Menschen, die die Hoffnung schon fast aufgegeben haben, leidend unter zu wenig Selbstwertgefühl, weil die Medien schon Kindern beibringen, welche Schönheitsideale es gibt, hadernd mit sich selbst – dann kommt die große Ratlosigkeit: Woran liegt es, dass ich alleinstehend bin? Wenn solche Menschen den Chat für sich entdecken, wird ihnen eine ganz andere, offene, zunächst objektive Welt vor Augen geführt, die ersteinmal nie das Ziel hat Menschen nach ihren Äußerlichkeiten zu beurteilen oder in Schubladen zu stecken.
So kommt es, dass viele der oben beschriebenen Menschen, deren Hoffnung scheinbar völlig verloren war, den Partner für’s Leben gefunden haben.
“Werbefallen” im Chatportal
Scheinbar harmlos und unschuldig treiben sie ihr Unwesen in diversen Chatrooms, die besonders gut für Kinder und Jugendliche geeignet sein sollen, mit dem Ziel, junge Menschen zu teueren Transaktionen zu verleiten.
Die Rede ist von Betrugsfällen durch Werbe- oder Kleinanzeigen, die durch Mausklick ahnungslose Kinder und junge Erwachsene zum berühmten “Kauf einer Waschmaschine” verpflichten.
Chatportale finanzieren sich oft größtenteils durch Werbung, das bedeutet, sie sind von anderen Firmen abhängig, teilweise zumindest.
Der Portalbetreiber des Chats hat keinen Einfluss auf die Inhalte dieser Werbung und so kommt es, dass Chats bei Eltern hereingefallener Kinder oft sehr stark in Verruf geraten.
Dabei liegt die “Schuld” weder bei dem Inhaber der Werbung, noch bei dem Betreiber des Chatportals.
Die Unwissenheit und Leichtfertigkeit der Eltern oder Jugendlichen ist es, die solche “Ärgernisse” überhaupt erst hervorrufen.